Religion und Politik

Religion und Politik

Fashion Victims an Bord des „Narrenschiffs“ von Sebastian Brant

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Übertriebene Eitelkeit, Untreue, schlechte Tischmanieren: Die Moralsatire „Das Narrenschiff“ des vor 500 Jahren verstorbenen Humanisten Sebastian Brant präsentiert menschliches Fehlverhalten aller Art in zugespitzter Form. Der Germanist Prof. Dr. Bruno Quast spricht über das populärste Werk vor der Reformation, das mit Illustrationen des jungen Albrecht Dürer erschien und Leserinnen und Lesern bis heute den Spiegel vorhält. Ob Fashion Victim oder Streithammel, naiver Glücksuchender oder notorischer Schwarzseher: Wir alle sind Narren.

Nicht nur rot-grün: Protestant*innen im Parlament

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Evangelische Parlamentarier decken in der Langzeitperspektive vom 19. Jahrhundert bis heute das gesamte politische Spektrum ab und sind keineswegs mehrheitlich linksorientiert. Bis zur Akzeptanz von Demokratie und Pluralismus war es gerade für Protestanten, die sich im Kaiserreich sehr Monarchie-orientiert zeigten, ein langer Weg. Der Sozialethiker Arnulf von Scheliha und die Theologin Uta Elisabeth Hohmann vom Exzellenzcluster "Religion und Politik" berichten im Podcast über erste Ergebnisse aus ihrem Forschungsprojekt „TheoParl“, in dem sie reichhaltiges Datenmaterial über die politischen Aktivitäten evangelischer Theologinnen und Theologen auswerten.

Jüdisches Leben 2: Religiöses Leben im Mittelalter – ein Feiertagsgebetbuch aus Köln

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Wer etwas über jüdisches Leben in der Vergangenheit erfahren möchte, greift auf historische Quellen zurück. Neben Texten bieten sich auch Materialien an, also Bilder, Buchobjekte, Gebäude, Inschriften, Münzen oder Dinge des Alltags. Die Forschung hat sie in den vergangenen Jahren verstärkt in den Blick genommen. Eine besondere Quelle dieser Art, ein Feiertagsgebetbuch – den Amsterdamer Mahsor, der vermutlich um 1240 in Köln entstand – stellt die Judaistin Katrin Kogman-Appel vom Exzellenzcluster in unserer Podcastreihe „Zugehörig oder ausgegrenzt?“ vor.

Jüdisches Leben 1: Kaiser Konstantins Edikt von 321 und weitere spätantike Spuren

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Die Erinnerung an die eigene Geschichte ist seit jeher Bestandteil jüdischen Lebens. In unserer neuen Podcastreihe „Zugehörig oder ausgegrenzt?“ werfen wir gemeinsam mit dem Institut für jüdische Studien der Uni Münster Schlaglichter auf 1.700 Jahre jüdisches Leben in Deutschland. Die Podcastreihe ist ein Beitrag zum gleichnamigen bundesweiten Festjahr – und zugleich Teil des Themenjahres „Zugehörigkeit und Abgrenzung“ des Exzellenzclusters. Den Anfang macht der Judaist und evangelische Theologe Lutz Doering vom Exzellenzcluster. Er forscht zum Judentum in der Antike und Spätantike und fragt: Was war denn genau vor 1.700 Jahren, und was wissen wir eigentlich über die ersten Jüdinnen und Juden in der Region, die wir heute Deutschland nennen?

Nicht nur zu Ostern: Das Leben nach dem Tod beschäftigt alle Religionen

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Vorstellungen von einem Leben nach dem Tod, wie Christen sie Ostern im Auferstehungsglauben feiern, prägen Wissenschaftlern zufolge viele Religionen. „Auch Juden, Muslime, Hindus und Buddhisten haben vielfältige Jenseits-Vorstellungen entwickelt – als Antwort auf die große Menschheitsfrage: Kommt etwas nach dem Tod? Und wenn ja, was?“, sagt der Religionswissenschaftler und Theologe Prof. Dr. Perry Schmidt-Leukel vom Exzellenzcluster „Religion und Politik“ der Uni Münster. Die Theologie müsse solche Fragen heute im Kontext des Glaubens aller Religionen behandeln, also in einer „interreligiösen Theologie“.

Der Olymp: Von Göttern bevölkert, aber menschenleer

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Auf dem Olymp: Das berühmte Bergmassiv war nach griechischer Mythologie von Göttern bevölkert, im wahren Leben aber laut Archäologen über Jahrtausende fast menschenleer. So wurde der Berg seit der Antike zur Projektionsfläche für religiöse, politische und popkulturelle Ideen, wie der Archäologe Achim Lichtenberger vom Exzellenzcluster „Religion und Politik“ der Uni Münster im Podcast erläutert.

Corona und gesellschaftlicher Zusammenhalt

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Trotz Corona und Kontaktbeschränkungen zeigen die Menschen in Deutschland nach einer Umfrage weiter Bereitschaft zur Solidarität. In der nicht-repräsentativen Online-Befragung unter 2.300 Menschen geben 63 Prozent der Befragten an, mehr Solidarität und Hilfsbereitschaft im Pandemie-Alltag zu zeigen. Politikwissenschaftlerin Carolin Hillenbrand vom Exzellenzcluster „Religion und Politik“ der Uni Münster spricht im Podcast über ihre Ergebnisse.

Über diesen Podcast

„Religion und Politik“: Ein Forschungspodcast aus dem gleichnamigen Exzellenzcluster der Uni Münster. Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler berichten persönlich, aktuell und anschaulich aus ihrer Arbeit in der interdisziplinären Religionsforschung. Umfragen über Corona, Religion und gesellschaftlichen Zusammenhalt, Untersuchungen über Verschwörungserzählungen oder 1.700 Jahre Jüdisches Leben in Deutschland – unsere Forscherinnen und Forscher decken in den Geistes- und Sozialwissenschaften eine große Bandbreite an Themen, Fächern und Epochen ab. Der Podcast begleitet die laufenden Themenjahre am Exzellenzcluster.

von und mit Exzellenzcluster „Religion und Politik“ der WWU Münster

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